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Die Fastenwoche


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Selbstreiningung, Entschlackung... Klingt toll, aber ich habe trotzdem HUUUNGER!

Warum ich mit dem Fasten angefangen habe, habe ich bereits in dem vorangestellten Blog erklärt. 
Wie ist allerdings mein Vorhaben? 

Quelle: https://www.heine.de/styles-and-stories/heilfasten-ein-selbstversuch/ (Stand: 04.11.2017).
Quelle: https://www.heine.de/styles-and-stories/heilfasten-ein-selbstversuch/ (Stand: 04.11.2017).

Ich bin gut darin, mich nicht an Pläne zu halten und so habe ich meine Entlastungstage etwas anders gestaltet. 

Im Endeffekt geht es aber darum, den Magen mit gut verdaulichen Dingen zu füttern und sich vor dem Heilfasten nicht Pommes und Currywurst im Wechsel reinzupfeifen.

Bei den weiteren Fastentagen entscheide ich ebenfalls eigenmächtig, wann ich welchen Saft trinke.

Ob ich nun dienstags einen Obstsaft und mittwochs einen Gemüsesaft trinke, dürfte wohl recht egal sein.

Woran ich mich allerdings halte, sind die Bewegungszeiten. Diese sind wichtig, da man auch beim Heilfasten aktiv bleiben sollte.

Ebenfalls abgewandelt habe ich, dass ich morgens ein Glas Buttermilch trinke.

Ich habe einfach Angst um meine paar mickrigen Muskeln. Die Geschichten davon, dass man zu viele Muskeln verliert und die Löcher in den Muskeln mit Fett gestopft werden... Gruselig!

Aus dem Grund kann ein wenig Eiweiß in flüssiger Form wohl eher nicht schaden. 

Im Endeffekt muss aber jeder selbst entscheiden, wie strikt er diese Form durchhalten möchte.

Heute ist Samstag und ich befinde mich bereits an meinem ersten richtigen Fastentag. Ich wollte erst am Freitag das Fasten brechen, werde somit also eine längere "Nicht-Essen-Phase" durchziehen, als von dem Plan hier vorgegeben wird.

Künstlerische Freiheit. 

 

So nun zu meinem Befinden.

 

Eingewöhnungstage:

Tatsächlich bin ich bereits jetzt hungrig. Ich habe versucht, zwischen den Mahlzeiten mindestens sechs bis sieben Stunden vergehen zu lassen, um mich so langsam an das Hungergefühl zu gewöhnen. Schön ist das nicht. Das Grummeln wird schon ziemlich laut.

 

Fastentag 1:
Zum Frühstück habe ich mir ein Glas davon gegönnt:

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Es ist sehr salzig und schmeckt nach künstlichem Orangenaroma. 
Ein Glas Kakao wäre mir definitiv lieber.  Es ist jedoch besser als ein Einlauf oder Glaubersalz. Beides schon probiert, beides nicht geil.

Hungrig? Es geht tatsächlich. 

Ich musste noch einen Taccosalat machen, aber die Zubereitung ist mir leichter gefallen als gedacht. 

Ach stimmt, ich wollte mich noch wiegen gehen...

Habe natürlich auch pünktlich zum Fastenbeginn meine Tage bekommen. Jetzt will wohl alles aus meinem Körper raus.

Kopfweh habe ich schon seit gestern. Da ich aber an sich viel mit Migräne zu kämpfen habe, ist das Gefühl nicht neu. 

Ob ich allerdings auf meine Migränetabletten verzichten kann, weiß ich nicht.

 

P.S.: Nehme die Pille ebenfalls nicht mehr. Unnötiger Kram mit dem ich meinen Körper über Jahre gefüttert habe und ihn jetzt nicht mehr belasten möchte.

Hoffentlich geht es meinem Körper bald besser... 

 

Fastentag 2:

Heute hat sich gegen 13 Uhr dann das erste Mal der Hunger eingestellt. Ein leichtes Knurren und man denkt sich: Och, so ein paar Erdnussflips, das wäre jetzt ganz geil. 
Aber nein, ich bin tapfer. 
So, heute gab es bereits F.X. Passage zum Frühstück, eine Vitamintablette und eine Tasse Tee.

Zu Mittag habe ich mir dann einen pikanten Tomaten-Karotten Saft gegönnt, den ich mit einem kleinen Teelöffel Leinsamenöl, 1 TL Buttermilch und ein wenig (wirklich nur ein wenig) Chilisalz aufgepeppt habe. Das war nicht nur lecker,  sondern hat auch den aufkommenden Hunger gestillt. 

Als "Nachtisch" gab es Buttermilch mit einem Schuss Saft.

 

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Wenn man heilfastet, merkt man erst einmal, wie oft man irgendwas snackt. Ob nun eine Laugenstange oder ein Stück Schokolade... ich esse unglaublich viel aus Langeweile. 

Zum Thema Gewicht: Die Waage zeigte tatsächlich bereits 2 kg weniger an. Ich muss augenscheinlich ne Menge täglich verdrücken, wenn die paar Tage schon solchen Gewichtsverlust anzeigen. Mir ist klar, dass davon wahrscheinlich nur ein Gramm Fett dabei war, aber trotzdem fühle ich mich leichter und besser als die Wochen zuvor. 
Bin mal gespannt, wie ich Morgen sieben Stunden in der Schule durchhalte. Da ist der Stresspegel doch deutlich höher als auf der Couch...

 

Fastentag 3 und 4:

 

An Tag 3 haben mich Kopfweh und schwere Glieder geplagt. Die Stunden auf der Arbeit gingen nur mühselig vorbei und Zuhause angekommen, war ein Mittagsschläfchen unumgänglich.
Da ich bereits an Tag 2 einen 8 km Spaziergang hinter mich gebracht und es mir wirklich gut getan hatte, habe ich diesen auch an Tag 3 wiederholt. Es half den Hunger zu vergessen, den Kreislauf in Schwung zu bringen und die Angst vor extremen Muskelverlust entgegen zu wirken.

Die Nacht von Tag 3 auf Tag 4 war gut. Meine Glieder waren unendlich schwer und ich war sehr müde. Müdigkeit ist leider etwas, dass mich die ersten Tage des Fastens schon sehr belastet hat. An Tag 4 nimmt die Müdigkeit ein wenig ab und es stellt sich eine gewisse Gelassenheit und Entspanntheit ein.

Hunger verspüre ich derzeit keinen mehr. Die Waage ging leicht nach oben, allerdings liegt dies an temporären Wassereinlagerungen. Viele Fastende berichten von dem Phänomen, dass die Waage plötzlich mehr anzeigt.

Ich werde mich heute mit hoher Wahrscheinlichkeit in die Sauna trauen bzw. überhaupt ins Schwimmbad. Das Kälteempfinden hat leider auch zugenommen, sodass ich mich gerade SEHR auf die Wärme freue.
Ich fühle mich derzeit so gut, dass ich überlege, das Fasten zu verlängern. Mal abwarten :-)

Achso: Ich verzichte mittlerweile komplett auf F.X. Passage. Da ich Heilerde jeden Tag zu mir nehme, hat sich meine Verdauung auf natürliche Weise reguliert und solange das von alleine klappt, will ich nicht künstlich nachhelfen.

 

 

Fastentag 5:

      

Während ich gerade eine Gemüsebrühe schlürfe (wer hätte gedacht, dass man so viel Freude an so ein bisschen klarer Brühe haben könnte),  möchte ich euch ein wenig über meinen 5. Fastentag berichten.
Ich habe und ich fühle mich wirklich gut, bin nur immer noch ein wenig schläfrig. Meinen Arbeitstag habe ich gut überstanden. 
Tatsächlich fühle ich mich so gut, dass ich heute Abend auch zwei Stunden ins Volleyballtraining gehe. Vorsichtshalber habe ich meinen Trainer allerdings vorgewarnt, dass ich evtl. nicht so durchhalte, wie ich es gerne würde.

So kalt wie gestern ist mir zum Glück nicht mehr. Abends bin ich mit Bauchweh eingeschlafen, heute Morgen war es glücklicherweise weg.

 

Ich werde wahrscheinlich auch am Freitag und Samstag fasten - also zwei Tage länger. 
Insgesamt wären es dann 8 reine Fastentage. 

Derzeit bin ich aber für jeden Tag froh und hangel mich einfach mal von Tag zu Tag.

 

Fastentag 6: 


Wer braucht schon Abführmittel, wenn es naturtrüben Apfelsaft gibt :-D 

Abgesehen von der viel zu schnellen Verdauung von nicht vorhandenen Lebensmittel geht's mir ganz gut. 

Hunger, Migräne... Beides nicht vorhanden. 

Nur die Lust auf einen leckeren Geschmack im Mund ist da. Ein Stück herzhaften Käse, Obst oder ein Stück Salami wären's jetzt. Also die Gelüste auf nen ganzen Teller Nudeln sind weg. Das Gefühl, dass man wärend dem Fasten hat, ist tatsächlich so, als hätte man zu viel gegessen. Als wäre im Magen kein Platz mehr (was wahrscheinlich sogar der Realität entspricht :-D) 

Morgen hätte eigentlich der erste Aufbautaug sein sollen, ich faste allerdings weiter. :-) 

Wie lange entscheide ich spontan :-)


Fastentag 7: 


Wenn man auf sich selbst stolz ist... 


Tag 7 ist rum und ich muss sagen, dass ich nicht gedacht hätte, dass ich heute durchhalte... 

Warum? Ich war auf einem kleinen Junggesellinenabschied mit Sekt, viel Pizza und einem Himbeer-Mascarpone-Nachtisch, den ich sogar selbst gemacht habe. 

Bei der Pizza dachte ich: "ok, spätestens jetzt wirst du schwach."

Tatsächlich viel es mir aber leicht relativ leicht verzichten und ich bin bei Wasser und einem Glas Orangensaft geblieben. 

Abgesehen von temporär wirklich lautem Magenknurren geht's mir bestens. 



Fastentag 8:


Heute ist die Hochzeit. Ich bediene dort zusätzlich (geht doch nichts über Freundschaftsdienste) und ich hoffe, dass ich nicht schwach werde beim Essen... 

Der Verzicht auf Alkohol hingegen fällt mir sehr leicht. Abgesehen von einer kalten Weißweinschorle oder einem Radler / Weizen, habe ich nicht viel am Alkohol. Das wird heute Abend also weniger ein Problem. :-) 


Wann ich das Fasten breche, weiß ich immer noch nicht... Ich habe zwar Lust auf Geschmack auf der Zunge, aber Hunger ist kleiner da und ich bin gerade irgendwie froh, keinen Ballast mit mir rumzuschleppen...

Ich verstehe jetzt auch, warum Menschen mit einem Hang zur Essstörung nicht heilfasten sollten. Das Bedürfnis nach Nahrungsaufnahme verschwindet und große Portionen schrecken plötzlich ab... 

Da ist es leicht, sich über einen zu langen Zeitraum abzumagern und den Bezug zu Essen zu verlieren...



Fastentag 9: 


Es gab Gans, Rotkraut und Klöße. 

Mehr muss ich dazu wohl nicht sagen :-D 

Das Fasten ist gebrochen. 

Allerdings werde ich Morgen wieder zurückschrauben. 

Ich wollte dann mit meinem 6-Wochen-Programm starten. 

Ich halte euch auf dem Laufenden :-)

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