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Ich bin dann mal fasten...


Wenn der eigene Magen-Darm-Trakt eine Party feiert, an der man definitiv nicht teilnehmen will

 

Diät, Ausbildung von Unverträglichkeiten, Diät, Diät,... Kein Wunder, dass mein Magen-Darm-Trakt irgendwann alle Viere von sich streckt, bildlich gesprochen natürlich, und einfach keine Lust mehr hat. 

Wenn man mal sechs Wochen am Stück Probleme mit Magenkrämpfen, Durchfall, Blähbauch, Sodbrennen und Hautausschlag hat, fragt man sich irgendwann: womit füttere ich meinen Körper, was er anscheinend nicht will?!

Nachdem ich mich allein durch die Ernährung selbst ausgeknockt habe, war klar, es muss sich etwas ändern.
Ich habe schon zu Schulzeiten ständig auf meine Ernährung geachtet, aber durch den Wechsel von Low-Carb, veganer, basischer, Cleaneating, High-Carb Ernährung und "Leichter Leben in Deutschland (da fehlt eigentlich nur noch Weightwatchers ) wusste mein Körper einfach nicht mehr, was er jetzt verdauen soll und was nicht.

Egal, ob Äpfel, Kartoffeln, Milch oder Fleisch - mein Magen-Darm-Trakt hatte Party und an der wollte ich definitiv nicht teilnehmen. 

 

Nachdem die Magenkrämpfe immer schlimmer wurden, der Arztbesuch unumgänglich wurde und ein fieser Hautausschlag an den hinteren Oberschenkel dem ganzen noch ein Krönchen aufsetzte, war klar: du musst was ändern. 

 

Wie soll man aber seine Ernährung umstellen, wenn man eigentlich immer auf seine Ernährung Geachtet hat??

 

Das war jetzt natürlich die Masterfrage.

Mein Arzt riet mir zu einer Darmsanierung.

Alles, was mit dem Magen oder Darm zu tun hat, klingt hart unerotisch - ist es in den meisten Fällen auch .

Da es allerdings zu wichtig ist, um sich nicht damit zu beschäftigen, muss man da wohl durch. 

 

Ich bin bereits Heilfasten erprobt. Das erste Mal war mit 17, kurz vor dem Abitur. Ich hatte eine sehr gute Freundin, die mich auf die Idee gebracht hatte, dass mir das Heilfasten gut tun würde. Gut, gleiche Freundin hat mich auch auf meine erste Demonstration geschleppt, aber da sag mal einer, ich hätte keine spannende Jugend gehabt.

Auf jeden Fall habe ich mich zu Schulzeiten mit der im Prinzip "Null-Diät" gequält. Ich hatte mir ein Buch ausgeliehen, bei dem die einzelnen Fastentage erklärt wurden. Ich hielt mich strikt daran, bin aber vor Hunger an den ersten Tagen fast gestorben. Der Sportunterricht war damals in den Anfangstagen die Hölle - daran erinnere mich noch zu gut.

An das Glaubersalz und die mechanische Darmentleerung (dazu kann sich jetzt jeder ein eigenes Bild machen, eine Google-Suche würde ich allerdings nicht empfehlen) ebenfalls.

 

Was ich aber noch genauso gut weiß: es ging mir nach wenigen Tagen RICHTIG gut. Meine Haut wurde besser, meine Laune stieg,  das Gewicht purzelte und ich fühlte mich richtig fit. 

Danach habe ich zwei weitere Male geheilfastet. Beides während dem Studium. Daran angeschlossen hatte ich einmal eine vegane Ernährung und das andere Mal eine Basen-Kur.

 

Ich liebe jegliches Essen wahrscheinlich zu sehr, um dauerhaft bei meinen (zugegebenermaßen) meist sehr krassen Ernährungsumstellungen zu bleiben. Trotzdem hatte ich damit über Jahre meine Verdauung im Griff.

Das hat sich allerdings geändert und somit sehe ich nach jahrelanger Fastabstinzenz und deutlichen Magen-Darm-Problemen ein, dass erneutes Fasten mit anschließender Ernährungsumstellung sicherlich gut tun würde.

Dass ich nebenbei auch gerne ein paar Pfündchen verlieren könnte, spielt bestimmt auch eine Rolle, ist aber nur ein untergeordnetes Ziel.

 

Also geplant sind 7 Tage Heilfasten mit anschließender Ernährung nach Prof. Dr. Michaela Axt-Gadermann 6 Wochen Programm "Schlank mit Darm".

 

Beides werde ich in den nachfolgenden Blogeinträgen näher vorstellen.

 

Bis dahin,

eure  cocodore

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